Eine Woche segeln bei Sturm und Regen
Madame wird leicht auf dem Ruder. Fangen hier gerade 5 Tonnen Schiff zu surfen an?
Vor einer Stunde waren wir bei 3 – 4 bft. und strahlendem Sonnenschein in Damp ausgelaufen. Mittlerweile weht es mit 5-6 bft. von der Seite und Madame zieht einen herrlichen weißen Steifen in Lee durchs Wasser. Nur wird der Wind vor den Schauern merklich mehr. Das Groß muß weg. Unser erstes ernsthaftes Segelmanöver klappt hervorragend. Nur mit Fock ist das Schiff nicht wesentlich langsamer. Wir kauern uns vor dem Regen ein wenig in Richtung der Sprayhood. Wenig später schauen wir beide zufällig gleichzeitig nach Luv in Richtung Eckernförde… und uns darauf hin ein wenig zweifelnd selbst an. Hast Du das auch Donnern gehört? Es zieht eine beeindruckend dunkle Gewitterfront auf. Die Landabdeckung von Bülk haben wir noch nicht ganz erreicht. Karina beteuert mir am Abend, daß sie soviel Aktion selten an einem Geburtstag erlebt hat, eigentlich wollten wir den ja gemütlich am Strand von Sonderburg verbringen. Aber manchmal kommen die Dinge eben anders. Madame verfügt über ein einfaches Rollfocksystem und unter Last hatten wir das noch nicht ausprobiert, es soll gelegentlich zu so genannten Tütenbildungen kommen. Da es jetzt ohnehin schon ständig mit 6 bft. weht und keiner weiß, was in dem Gewitter steckt, entschließe ich mich, auch die Fock wegzunehmen und unter Motor näher ans Land zu fahren. Entsprechend der leichten Untergangsstimmung lässt sich die Fock wirklich nicht einrollen und bildet kurz vor dem Top einen eleganten Beutel, der das Boot zur Seite zieht. Also ganz weg mit dem Teil. Auch hier klappt alles ohne Übung und Absprache hervorragend. In dem Gewitter, das dann kurz danach über uns hinwegzieht ist weniger Wind, als mehr Regen. Wo eben noch Wellen von ungefähr einem Meter Höhe mit weißen Köpfen waren, ist die Ostsee auf einmal platt. Keine Wellen mehr und auch keine Sicht. Die Viertelstunde blind in den Blitzen bereicherte den Urlaub ganz ungemein…
Unsere Tour verlief dem Wetter im Juli entsprechend. Wochenlang gab es strahlenden Sonnenschein. Und als wir am Sonnabend Mitte Juli in Richtung Rendsburg aufbrachen, wechselte es langsam zu einer durchwachsenen Wetterlage mit viel Wind und am Ende auch sehr viel Regen. Unser Vorhaben, zur Dywig zu segeln, gaben wir angesichts dauerhaft angesagter 6 – 7 bft. auf und begaben uns statt dessen wieder nach Laboe, wo wir auch vorher schon Station in dem neuen Yachthafen gemacht hatten. Es folgten ausgedehnte Touren an Land einschließlich vieler Restaurantbesuche. Als besonders nett empfanden wir das Fischrestaurant in Laboe direkt am Gewerbehafen. Aber trotz der Widrigkeiten war das ein sehr erholsamer Urlaub. Madame hat sich bewährt. Im nächsten Jahr wieder







