Er sah einmal so aus:
Jetzt hat ihn die Werkstatt assimiliert:
Fahren konnte er auch:
24. – 26.6.2005
Das perfekte Treffen. Strahlender Sonnenschein. Martin Hennig, ehemaliger LO aus Schleswig-Holstein hatte dieses Wochenende in dem legendären Sögard organisiert. Das Gelände wird am Wochenende vom dänischen Militär zur Verfügung gestellt, in der Woche wird es zu eigenen Outdoorübungen der Dänen genutzt. Wie ganz Jütland in der letzten Eiszeit entstanden, bildet die hügelige Landschaft aus Kies mit sehr unterschiedlich großen Steinen und Wasserlöchern einen hervorragenden Hintergrund für aufregendes Treffen. Der in früheren Jahren genutzte Campingplatz stand nicht mehr zur Verfügung, so daß ein neuer Platz direkt an der nördlichen Seite der Flensburger Förde ausgewählt wurde. Einigen gefiel das sehr geleckte Ambiente nicht so sehr, mich begeisterte aber der Blick auf die Förde und viele nutzten auch die Gelegenheit zum Baden. Außerdem haben wir die “Durchschnittscamper” viel mehr erschreckt, als sie uns. Die Gedanken der Anwohner spätestens am Sonnabend Nachmittag, als wir dank tiefer Wasserlöcher äußerst schlammbespritzt an den hochglanzpolierten Wohnwagen mit Vorzelt ohne Jägerzaun vorbeifuhren, werden sicherlich gar nicht freundlich gewesen sein.
Nach der Anreise am Freitag mit Grillen und Baden ging es am Sonnabend ins Gelände. Eine Trophy wurde vorbereitet und ich hatte in dieser Zeit Gelegenheit, bei Joachim meine ersten Fahrstunden zu nehmen. Zwar war es nicht mein erstes Treffen, ernsthaft im Gelände hatte ich “Babe”, unseren 109er aber noch nicht bewegt. Joachim erklärte mir geduldig die Grundlagen. Interessant waren seine Kommentare, nachdem ich den Wagen auf halber Hanghöhe wunschgemäß abgewürgt hatte und er eigentlich auf dem Gang stehen bleiben sollte Tat er aber nicht, der Motor drehte ganz sachte immer mal wieder über den Totpunkt. Es hieß schlicht “Serie”. Gleiches beim Herunterfahren: “Mach den ersten Gang rein und nimm den Fuß von der Kupplung.” Soweit, so gut, blöd nur das der Gang auf halber Strecke heraussprang. Wieder nur: “Serie, damit muß man rechnen.” Für alte Hasen sicherlich ein wenig amüsant, aber ich fühlte mich nach den ersten Hängen rauf und runter schon wie der Geländefahrer schlechthin und ganz toll. Aber es wurde noch viel spektakulärer, Joachim führte seine Gruppe Fahrschüler einmal um das ganze Gelände. Also keine Strecke, von der man sagen kann, daß sie nun ganz einfach ist, als letzter Wagen von vieren hatte ich natürlich nach kurzer Zeit den Blick auf Joachim verloren und improvisierte munter zwischen kleinen Wasserlöchern mit sich daran anschließenden, quer zur Fahrtrichtung gewunden Hängen. Wieder am Treffpunkt angelangt war ich dann fertig für den Tag (und glücklich) und habe die Trophy dann nur noch zu Fuß begleitet und fotografiert.
Regen und Schlamm sind die Stichworte, die den meisten Teilnehmern zum Osterstreffen der LG 02 als erstes einfallen werden. 60 Fahrzeuge hatten den Weg nach Alberdorf gefunden.
Der geborene Dithmarscher verbindet mit Albersdorf ein friedliches Örtchen in der Nähe des Nord-Ostsee-Kanals, das zur Naherholung bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen dient. Dass der Grünthalring, eine Moto-Cross Strecke gleich um die Ecke liegt, wissen die wenigsten in diesem leicht verrufenen Landkreis.
Am Karfreitag, dem Hauptanreisetag, zeigte sich zunächst ein sehr freundliches Wetter, einige am Donnerstag angekommene konnten auch von einem herrlichen Abend berichten. Nur leider blieb es nicht dabei, ein zunächst
leichter Nieselregen wurde von einem heftigen Platzregen abgelöst, der dann schließlich und beständig in einen sehr nassen Dauerregen überging. Das Gelände in einer ehemaligen Kiesgrube weichte ebenso wie der Lagerplatz so nachhaltig auf, dass sich auch bis zum Montag keine Besserung zeigte.
Die Wagen, die aus dem Gelände kamen, sahen (wie alles andere auch) höchst schlammbespritzt aus.![]()
Karina und ich waren mit „Babe“, einem 109er Truckcab angereist. Babe soll als Ersatz für einen
Santana dienen, der derzeit restauriert wird. Während ich am Freitag so aus der Plane der Ladefläche die unterschiedlichen Regensorten beobachtete, stellte ich mir doch die Frage, ob diese Jahreszeit wirklich die richtige für Baumwollabdeckungen ist. Die Jungs am Feuer mit ihren Standheizungen haben mich nicht verstanden.
Organisiert waren eine Orientierungsfahrt und eine Nachtfahrt. Daneben wurde die Landesgruppenversammlung abgehalten und der erste Grünkohl in diesem Jahr verspeist. Lecker das.
Die Landesgruppenversammlung verlief ruhig und sachlich. Es wurden verschiedene aktuelle Themen, so insbesondere der Standort des regelmäßig stattfindenden Stammtisches besprochen. Angekündigt wurden die weiteren geplanten Aktivitäten der LG, so ein Geländetreffen im Frühsommer und ein Treffen in einem Heuhotel mit Outdoorküche und Technik-Workshop. Dieses Treffen war im letzten Jahr schon sehr gut angekommen.
Das Geländetreffen wird in dem allseits bekannten Sögard stattfinden.
Die Orientierungsfahrt, erstellt von Rolf Ruhnke fand am Sonnabend statt. Kreuz und quer 60 Kilometer weit durch die Kreise Dithmarschen und Steinburg. Begonnen wurde die Fahrt von 19 Fahrzeugen, einige fuhren nicht zu Ende, andere fanden das Ende nicht. Vorgesehen waren vier Prüfungen.
In der ersten Prüfung, direkt in der Kiesgrube war ein Trial zu absolvieren, den Norbert vorbereitet hatte.
Die zweite Station sollte eine Verschränkungsstrecke bieten, welche am Vortag noch mühevoll prepariert worden war. Der bereits erwähnte Regen sorgte leider dafür, dass nicht einmal die Betreuer der Station ihren Standort erreichen konnten. Alternativ wurde ein reizvolles Ratespiel geboten.![]()
Karina und ich betreuten die dritte Station. Hier oblag es dem Fahrer, mit verbunden Augen einen Slalomparcour nach Anweisung des Beifahrers zu absolvieren. Ein höchst interessanter Test für die Rechts-Links-Koordination und die Beziehung zwischen den Beteiligten. Es ergab sich dann auch eine enorme Bandbreite in den Ergebnissen von drei bis neun Minuten. Und wenn es auch niemand gesagt hat, es hat einen Heidenspaß gemacht, wir haben es nämlich heimlich auch ausprobiert.
Auch die vierte Prüfung fand wieder im Gelände statt. Gesteckt wurde diese von Joachim und Carola.
Am Ostersonntag gab es nachmittags die Siegerehrung für die Orientierungsfahrt. Gewinner waren Torsten und Tine. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an die Sponsoren der Preise.
Bei einsetzender Dunkelheit fand schließlich eine Nachtfahrt statt. Teilgenommen haben hier 20 Fahrzeuge, alles verlief angenehm aufregend. Ein harter Kern fand sich weit nach Mitternacht noch zu einem umfänglichen Bratkartoffelessen zusammen.
Während des Treffens konnte zur Freude aller auch im Clubshop eingekauft werden. Die „Souvenirs“ mit dem neuen Logo waren heiß begehrt. Danke Uwe, für deinen Abstecher nach Albersdorf auf dem Weg nach Dänemark!
Eine gelungenes Treffen, das schlicht bei besserem Wetter noch einmal wiederholt werden sollte.
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Funken stieben unter dem Sankey hervor, die Deichsel klopft kleine Löcher in den Asphalt. Sekunden später stoppt ein aufstrebender Alleebaum die freie Fahrt des Anhängers. Auf wundersame Weise hatte sich die Kupplung gelöst, Ergebnis ist ein verzogener Rahmen, eine kaputte Blattfeder und eine abgerissene Stromversorgung.
So etwas, wurde mir erklärt, kann schon mal auf einem Landytreffen passieren. Direkt hinter dem “Unfallfahrzeug” fahrend, denke ich sorgenvoll an den ganzen Hausstand, der auf der Ladefläche hinter uns liegt, schließlich soll der 109er für das Wochenende unser Zuhause sein…
Die Landesgruppen Schleswig Holstein und Mecklenburg Vorpommern hatten für das Wochenende 20. 22.08.2004 zu einem Treffen in das Offroadcamp Karenz geladen.
Ein Großteil der insgesamt 36 Fahrzeuge reiste bereits am Freitag an. Nach der Ankunft kam es zu einer erstaunlichen Mischung aus Grillvorbereitung und Sankeyreparatur. Kurzgefasstes Ergebnis: Alle waren satt und der Anhänger wieder fahrbereit. Aus meiner vom Segeln eher kleinstgruppengeprägten Sichtweise ein erstaunliches Erlebnis, alle machten irgendetwas und waren am Ende auch wirklich zufrieden. Dies äußerte sich letztlich auch in einer längeren und größeren Runde am Lagerfeuer, die nicht wirklich alle am Morgen darauf wach aussehen ließ.
Die LG SH hatte zunächst für den Sonnabend einen Nachttrial geplant, welcher jedoch an behördlichen Auflagen scheiterte. Ersetzt wurde dieser dann durch ein freies Fahren auf dem Gelände des Camps und für zwei Teilnehmer, mich eingeschlossen, eine Geländefahrschule. Alle fühlten sich in dem Gelände wohl, aus laienhafter Sicht schier undurchfahrbare Strecken verzückten auch die alten Hasen. Insbesondere ein sehr lang geratener Landy mit der Aufschrift Borgward ließ es sich in einer Sandkuhle gut gehen.
Ich möchte Jens an dieser Stelle noch einmal herzlich für die Einführung danken. Ohne ihn hätte ich viele Dinge gar nicht sehen können. Gleichzeitig hat mich seine ruhige Art der Erklärung und auch seine Fahrweise fasziniert. Schnell war klar, dass es mir die meiste Gewöhnung abverlangt, von irgendwelchen Sandhaufen, Geröllhügeln oder Festungsmauern herunterzufahren, was Jens dann auch besonders häufig zeigte.. Wo ist das Problem? 2.Gang und los, kann doch nix passieren” Nun ja… We will see.
Ein feuerroter 130er kam mit einigen Blessuren aus dem Gelände zurück. Er war unglücklich gegen einen Betonpfahl gerutscht. Statt aber entsetzt über das beschädigte Türscharnier und die große Beule in dem sonst makellosen Outfit zu sein, zeigte sich eher eine gewisse Befriedigung über eine im Gelände erhaltene Narbe. Da muss ich wirklich noch dazulernen.
Weiteres Highlight des Tages war das freie Fahren in einer Kiesgrube, welche dem Besitzer des Camps geöffnet worden war. Die Suche nach einer Vertretung für die Anmeldung im Camp verlief zunächst eher zäh. Es traf sich aber dann doch um 14.00 h ein Konvoi von gar nicht mehr überschaubarer Länge. Schon die Fahrt zu der Grube an sich war ein Genuss. Die Strecke führte durch winzige abgelegene Waldwege, sie wäre zwar auch für meinen Panda keine Herausforderung gewesen, ließ aber deutlich erkennen, wo Landys eigentlich hingehören. Das Bild war toll, eine ewige Schlange von Fahrzeugen, gelegentlich durch Bäume verdeckt, manchmal das deutliche Tackern der Diesel zu hören.
Die Kiesgrube bot für jeden seine persönlicheHerausforderung. Der lange”Borgward Landy” musste gleich mit zwei Wagen aus dem Sand geholt werden, ein anderer Enthusiast nahm ein Wasserloch zum Anlass, seinen Motorraum mit den durchdrehenden Vorderrädern einmal mit einer richtigen Sandkruste zu überziehen, ich selbst konnte plötzlich aus meiner Beifahrertür in ein beachtliches Tal blicken, während der Wagen sich statt nach oben eher quer und mit zunehmender Krängung bewegte. Hinter uns soll man gesagt haben, dass das gar nicht gut aussah, also der Weg schräg nach oben, links ein geparkter Wagen und rechts das besagte Tal. Aber Jens hat seinen Kutter da prächtig herausgepult.
Sätze wie “Geht nicht” oder “Lass mich da mal durchfahren” zeigen ja eine ganz besondere Wirkung auf die Clubmitglieder. Zum Höhepunkt entwickelte sich entsprechend ein eher schlicht anmutender Sandhaufen, der sich aber dennoch nicht erfahren ließ. Kurz vor dem Gipfel war der Halt weg. Es ergab sich eine Art Wettbewerb zwischen einem Landy, einem Mereedes und einem Toyota. Dahinstehen soll, welche Marke am Ende oben angekommen ist, auf jeden Fall hat der Fahrer eine sehr lange Landyerfahrung und wurde auch gebührend gefeiert.
Wieder im Camp angekommen konnte ich lernen, dass man auch bei strömendem Regen hervorragend Grillen kann. Hier stieß dann Julia zu uns, die sich nach Teilnahme an mehreren Treffen und damit verbundenen Erkältungen nun doch zu einer Mitgliedschaft entschied. Kurios an der Berechnung ihrer Standgebühr für eine Übernachtung war der Ansatz für die Geländenutzung durch ihren Opel Corsa. Die herrschende Meinung war, dass dieser für das Gelände nicht geeignet war und sie dringend von einer Nutzung absehen sollte.
Die Runde am Lagerfeuer gestaltete sich, niemand wollte es auf die vorherige Nacht schieben, etwas
kürzer.
Am Sonntag ging es noch einmal in das Gelände des Camps. Neben den klassischen Attraktionen ist besonders eine Waldstrecke zu empfehlen. Nach einer fiesen Verschränkungsstrecke geht es auf idyllischen (und für einen 109er viel zu engen) Wegen durch einen kleinen Wald. Die Wahl besteht zwischen recht gut befahrbaren Wegen und auch den O-Ton Jens: “kleineren Wegen”, die einen ganz erheblichen Manövriereinsatz erfordern. Auch in diesem Wald konnte ich abermals Neues lernen. Was gemeinhin als Ast bzw. Baum durchgeht, ist für einen Landyfahrer lediglich ein Zweig, der keine weitere Beachtung erfordert. Vom Fahrrad aus hätte mich das Teil ohne Weiteres geköpft, denke ich.
Hatte ich schon erwähnt, dass viel gegrillt wurde? Mittags mussten auf jeden Fall die Reste weg, und dabei wollte ich doch gerade etwas gesünder leben…
Eine tolle Erfahrung war dieses Wochenende. Abgesehen von der kleinen Beule durch den Baum, der in den Weg gesprungen war, hatte unser Zuhause doch keinen Schaden genommen, alle waren zufrieden, ich habe viel gelernt und gesehen und bin neugierig auf weitere Erfahrungen.